Dissertation/Thesis Abstract

Was sagte dieser Schiller (damals)? Schillers Antworten auf seine Kritiker nach 1945
by Sponsel, Henrik, M.A., California State University, Long Beach, 2010, 60; 1486680
Abstract (Summary)

Friedrich Schiller—unkritischer Spätaufklärer, blinder Idealist und gefährlicher Ästhetiker. Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Paul de Man und Terry Eagleton ankern ihre Kritik am Klassiker Schiller in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts an diese stereotype Negativetikettierung. Während Schiller die ästhetische Erziehung als Ausweg aus der Barbarei einer in den Philosophischen Briefen (1786) ausgedrückten unvollständigen Aufklärung und einer idealistischen Täumerei, wie sie sinngemäß in der Abhandlung Über naive und sentimentale Dichtung (1795) bezeichnet wird, sieht, argumentieren Schillers Kritiker, dass die faschistische Barbarei des zwanzigsten Jahrhunderts durch Aufklärung, Idealismus und Ästhetisierung bedingt wurde. Dass eine Verbindung zwischen dem Klassiker Schiller und dem Faschismus des zwanzigsten Jahrhunderts besteht, erscheint jedoch mehr als fraglich. Im Folgenden soll gezeigt werden, dass die Argumente der Kritiker nach 1945 so nicht haltbar sind.

Indexing (document details)
Advisor: High, Jeffrey
Commitee:
School: California State University, Long Beach
School Location: United States -- California
Source: MAI 49/02M, Masters Abstracts International
Source Type: DISSERTATION
Subjects: Germanic literature
Keywords: Germany, Schiller, Friedrich
Publication Number: 1486680
ISBN: 9781124277240
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