Dissertation/Thesis Abstract

From Conservation to Commercialisation: African Indigenous Vegetables in Arua, District of Uganda
by Aleni, Comfort, Master's, Humboldt Universitaet zu Berlin (Germany), 2017, 91; 27733562
Abstract (Summary)

Trotz ihrer reichhaltigen Nährstoffe war der Verzehr von in Afrika heimischen Gemüsesorten rückläufig aufgrund der Einführung von exotischem Gemüse wie Kohl. Mehrere Faktoren haben die Bekanntheit des in Afrika einheimischen Gemüses verstärkt, wie unter anderem die schlechte Verteilung von Saatgut, die Behandlung des Gemüses nach der Ernte und dessen Vermarktung. Auf der anderen Seite hat sich gezeigt, dass die Diversifizierung biologisch angebauter Produkte den Lebensunterhalt verbessert und in Afrika heimisches Gemüse aufgrund seiner agronomischen Vorteile eine gute Wahl ist.

Mit der im Bezirk Arua (West-Nil-Region von Uganda) durchgeführten Studie habe ich das Nutzungspotenzial einiger ausgewählter, afrikanischer Gemüsesorten untersucht und damit einen umfassenden Rahmen für ihre Steuerung von der Erhaltung bis zur Vermarktung entworfen.

Die Stärken und Grenzen der Vermarktungspotentiale habe ich ermittelt und ausgewertet. Dabei habe ich zwei Methoden genutzt: Neben einer Blasendiagramm habe ich ein Modell entwickelt, das Ansätze elementarer Einschätzungen zu Saatgut bis hin zur Vermarktung afrikanischen Gemüses einbezieht. Die Grenzen bestehen hauptsächlich in einer schlechten Infrastruktur, unzureichenden landwirtschaftlichen Hilfsmitteln, mangelnder finanzieller Ausstattung, fehlendem Wissen darüber, wie ein Produkt auf den Markt gebracht werden kann sowie in nicht vorhandener staatlicher Unterstützung; es fehlen insoweit Richtlinien, welche die Entwicklung von einheimischem Blattgemüse und dessen Vermarktung sowie die negative Haltung gegenüber diesen Gemüsesorten unterstützen.

Ich empfehle Kampagnen zur Sensibilisierung, damit das Profil solcher Gemüsesorten erhöht und diese generell in die Landwirtschaft eingegliedert werden können. Die bisher vernachlässigten Interessengruppen wie Jugendliche und landwirtschaftliche Hilfskräfte sollten ebenfalls einbezogen werden. Private Stakeholder, insbesondere verarbeitende Unternehmen, sollten meines Erachtens ebenfalls Berücksichtigung finden, damit in der Wertschöpfungskette von Gemüse Gesichtspunkte der Produkt- und Prozesssteuerung erfüllt werden können.

Schließlich ist noch mehr Forschung erforderlich, um weitere Vorteile der Nutzung von in Afrika heimischem Gemüse zu ermitteln und so die wirtschaftlichen Potenziale weiter anzukurbeln.

Indexing (document details)
Advisor: Bokelmann, Wolfgang, Hartmann , Marco
Commitee:
School: Humboldt Universitaet zu Berlin (Germany)
School Location: Germany
Source: DAI-C 81/7(E), Dissertation Abstracts International
Source Type: DISSERTATION
Subjects: African Studies, Agriculture
Keywords: Africa, Arua, District of Uganda
Publication Number: 27733562
ISBN: 9781392602966
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