Dissertation/Thesis Abstract

Child Labour in Sub-Saharan Africa: Empirical Evidence and New Perspectives
by Frempong, Raymond Boadi, Ph.D., Universitaet Bayreuth (Germany), 2019, 181; 27600383
Abstract (Summary)

Die Abschaffung von Kinderarbeit kann die Entwicklung von Humankapital fördern und ein Mittel für eine nachhaltige Entwicklung der betroffenen Länder darstellen. Kinderarbeit hat jedoch trotz einer deutlichen Verringerung der Armut in Subsahara-Afrika Bestand. Diese Arbeit beantwortet mithilfe ökonometrischer Methoden drei Forschungsfragen dazu, warum das Problem weiterhin besteht: Erstens untersucht die Studie Auswirkungen von Änderungen in Lebensmittelpreisen auf Kinderarbeit. Im zweiten Kapitel wird empirisch analysiert, wie sich Agrarsubventionen auf Kinderarbeit auswirken. Dieses Kapitel ist motiviert durch die weitverbreitete Verwendung von Subventionen, um die Auswirkungen höherer Lebensmittelpreise auf Haushalte abzumildern. Das letzte Kapitel untersucht die Auswirkungen relativer Deprivation auf Kinderarbeit. Dieses Kapitel erweitert frühere Erkenntnisse, nach denen Veränderungen von Lebensmittelpreisen und die Verteilung subventionierter Inputs das subjektive Wohlbefinden beeinflussen. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind: (i) Ein Anstieg der Lebensmittelpreise führt zu einem Anstieg von Kinderarbeit. (ii) Kinderarbeit ist höher bei Haushalten, die von Agrarsubventionen profitieren. (iii) Relativ benachteiligte Haushalte haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, auf Kinderarbeit zurückzugreifen. Darüber hinaus stellt die Studie Heterogenität der beobachteten Effekte in Bezug auf verschiedene Merkmale der Haushalte fest. So haben beispielsweise Veränderungen der Lebensmittelpreise geringere Auswirkungen auf Haushalte mit Landbesitz. Außerdem sind Kinder aus kleineren Haushalten, die Landwirtschaft betreiben stärker von Subventionen betroffen als Kinder aus größeren. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl wirtschaftliche Schocks als auch die Politikmaßnahmen der Regierung erklären können, warum das Problem Kinderarbeit fortbesteht. Basierend auf den Ergebnissen wird empfohlen, dass politische Entscheidungsträger arbeitssparende Technologien in die produktivitätssteigernden Inputs einbeziehen sollten, um unbeabsichtigte Auswirkungen der Subventionen auf Kinderarbeit zu verringern. Bei politischen Maßnahmen sollte auch die Heterogenität der Auswirkungen von Lebensmittelpreisschocks berücksichtigt werden, um deren Effekte auf Ungleichheit und Kinderarbeit nicht zu verstärken.

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Advisor:
Commitee:
School: Universitaet Bayreuth (Germany)
School Location: Germany
Source: DAI-C 81/4(E), Dissertation Abstracts International
Source Type: DISSERTATION
Subjects: Labor economics, Agricultural economics, Sub Saharan Africa Studies, Labor relations, Home economics
Keywords: Child labor
Publication Number: 27600383
ISBN: 9781088397985
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