Dissertation/Thesis Abstract

Permission in Non-Monotonic Normative Reasoning
by Dong, Huimin, Ph.D., Universitaet Bayreuth (Germany), 2017, 181; 27603232
Abstract (Summary)

Diese Arbeit erforschte verschiedene formale Theorien der taxonomischen Kategorie der Erlaubnis in nichtmonotonem Schließen, untersuchte die jeweiligen logischen Prinzi-pien und wandte diese verschiedenen Begriffe von Erlaubnis auf konkrete Fälle in natürlicher Sprache und Gesetzgebung an. Im Gegensatz zur singularen Form der Erlaubnis in SDL zeigte diese formale Untersuchung, wie wichtig plurale Sichtweisen auf Erlaubnis bei der Errichtung von normativen Systemen in der Praxis sind. Kapitel 2 ist eine vergleichende Untersuchung von vier Logiken in zwei Darstellungen rationaler Verpflichtung als die schwächste Erlaubnis in Spielen; eine basiert auf Propositionen und die andere auf Handlungstypen. Sie lieferte einige Übersetzungsresultate bezüglich der deduktiven Stärke und zeigte die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen ihnen auf. Kapitel 3 ist eine neue Lösung des berüchtigten Rätsels des "free choice permission paradox". Es untersuchte dabei eine Gruppe substruktureller Prinzipien, um "free choice permission" in natürlicher Sprache zu fassen, erweitert um ein nichtmonotones Prinzip aus handlungstheoretischer Sicht. Demgemäß entwickelte es eine Familie substruktureller Logiken mit hinreichender deduktiver Stärke. Diese Logiken werden vollständig axiomatisiert, dabei erfüllen einige den Gentzenschen Hauptsatz. Kapitel 4 ist eine Pilotstudie zur Anwendung der etablierten Logik mit lexikographischen Updates auf Hohfeldsche dynamische Rechte. Anders als ihre Vorgänger stellt sie einen dritten Weg dar, um Macht und Immunität zu formulieren. Auf der einen Seite unterscheidet die dynamische Logik den dynamischen Charakter von Rechten von den statischen. Auf der anderen Seite verfügt sie als reduktive Darstellung über eine größere Menge von logischen Interaktionen zwischen statischen und dynamischen Rechten. Tatsächlich kann die hier entwickelte dynamische Logik in einem konkreten Fall aus dem deutschen Zivilrecht angewandt werden, um den Begriff des rechtlichen Könnens von dem des rechtlichen Dürfens zu unterscheiden. Kapitel 5 ist eine formale Untersuchung von vier Arten von Erlaubnis auf der Grundlage von Hortys "prioritized default theory," die verwendet werden kann um zwei bedeutende Teile deutschen und chinesischen Rechts zu analysieren. Dabei erwei-terte sie Hortys Theorie um erlaubende Normen sowie "agency." Darüber hinaus wurde bewiesen, dass diese formale Theorie im Vergleich zu Dungs Argumentationstheorie und der "exclusionary default theory" eine allgemeinere Formulierung von "defeasibility" darstellt.

Indexing (document details)
Advisor:
Commitee:
School: Universitaet Bayreuth (Germany)
School Location: Germany
Source: DAI-C 81/4(E), Dissertation Abstracts International
Source Type: DISSERTATION
Subjects: Linguistics, Logic
Keywords: Non-monotonic reasoning
Publication Number: 27603232
ISBN: 9781687915887
Copyright © 2019 ProQuest LLC. All rights reserved. Terms and Conditions Privacy Policy Cookie Policy
ProQuest